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#241 RE: Unsere kleine Chaotenstation - ab Januar 2014 von Team-Benny 23.02.2014 16:11

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Wo ist Zoey?

Huete morgen komme ich ins Zimmer und eigentlich kommt die Maus mir entgegen und schreit mich an, wo ich solange bleibe. Heute nichts. Ich schaue hier...



... keine Zoey. Suche weiter und auch hier .....



.... keine Zoey. Aber gebe nicht auf und schaue noch hier ...



... keine Zoey. Werde langsam nervös und schaue noch hier ....



.... hier ...



... rufe sie, bekomme auch Antwort, aber keine Zoey. Also schaue ich weiter und unterhalte mich eben mit einem Geist. Schaue hier ....



... und hier .....



..... aber keine Zoey. Also rufe ich, "okay, wenn keine Zoey da ist, brauch ich ja auch kein leckeres Futter bringen. Tschüss Geist, Mami geht jetzt. Und plötzlich, schwupps, sitzt da ein kleines hilfloses und armes Wesen am Futternapf.



Hier habe ich Euch mal ein Bild von hinten gemacht. So kann man bei ihr überall die Knochen sehen.



Bürste jetzt die Haare, die sie länger hat, einfach darüber und schon ist sie eine kleine Schönheit.

Und hier mal eine kleine Auswahl an Bildern aus meiner Nachtrunde.









Für mich zeigt sich immer wieder, wie wichtig sie sind. Wie gestern zum Beispiel. Da kommt klein Baggi an und ich sah sofort, dass mit ihm was nicht stimmt. Fieber gemessen, danach ein Anti, Bisolvon und ab ins Krankenzimmer. Heute muss er noch da bleiben und morgen geht es mit der nächsten Ladung Katzen mit zum Doc. Und nun hoffe ich, wie immer, dass eine Ansteckung noch nicht statt gefunden hat.

So, dies ein wenig von uns. Bis denne.

#242 RE: Unsere kleine Chaotenstation - ab Januar 2014 von Kathrin 23.02.2014 19:19

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so eine süße maus ? himmel wie kann man ein tier so runterkommen lassen dann sollen sie sich verdammt noch mal keine tiere anschaffen
oh wie schön das limpi so langsam zutrauen gefasst hat jaaa es wird
elke du schaffst es immer wieder die fellnasen für dich ein zunehmen so das sie zutrauen zu dir haben ja sie wissen wo sie es gut haben

#243 RE: Unsere kleine Chaotenstation - ab Januar 2014 von Team-Benny 24.02.2014 07:42

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Zitat
elke du schaffst es immer wieder die fellnasen für dich ein zunehmen so das sie zutrauen zu dir haben 17knuffel ja sie wissen wo sie es gut haben 11-ja 17knuffel



Ist aber auch mit viel Zeit verbunden, liebe Kathrin.

Der olle Zausel hat jetzt neue Bewerber. Die alten Bewerber haben sich ja nicht mehr gemeldet, nachdem sie ihn wahrscheinlich auf den Bildern gesehen haben. Ein Catweazle dann wohl nicht ihr Beuteschema.

Hope und der Zausel bekommen noch immer ihre Spritzen, merke aber auch, dass sie super gut anschlagen. Dann hat auch der Zausel eine neue Idee gehabt, damit er keine weiten Wege zurück legen muss. Er hat sein Nuckelkissen nun direkt neben den Näpfen postiert. Wenn das so weiter geht, braucht der bald gar nicht mehr aufstehen und kann dann aus der Liegeposition futtern.

Baggi geht es schon wieder besser. Gebe ihm heute nochmal Antibiotika und Bisolvon noch für den Rest der Woche.

Die kleine Zoey hat auch schon eine neue Familie gefunden und zieht aus, sobald sie fit ist. Sie lernt auch schnell, wie sie bei uns am besten zum Zuge kommt. Wenn sie nichts lernen, aber den Blödsinn haben sie schnell bei uns drin.

Tja, und dann genießen wir natürlich die Ruhe. Zimmer für Zimmer wird leerer und manchmal finde ich es schon schade, dass ich nicht mehr Katzen habe. Aber mein Mann ist da streng und es können erst wieder neue Katzen kommen, wenn die Altlasten weg sind. Muss auch zugeben, recht hat er. Man darf ja auch nicht vergessen, dass es genug TSV, das Tierheim und den Gnadenhof gibt, die auch Katzen aufnehmen. Sie bekommen ja, als anders als wir, auch die Spenden, darum sehe ich das langsam auch echt gelassen.
Dann hatte ich noch ein Gespärch, was mir die Sprache verschlagen hat. Da findet eine Dame einen Kater und nimmt ihn auf, was ich lobenswert finde. Dann fragt sie mich, falls der Besitzer sich nicht meldet, ob ich bei der Kastration finanziell helfe. Eigentlich kein Thema, denn ich bin ja immer froh, wenn Leute die Katzen von der Straße aufnehmen. Dann kommt im Gespräch raus, dass sie Mitglied in einem TSV bei uns ist, der auch noch mit einem Verein verbandelt ist, der auch Katzenschutz macht. Ist ja auch ganz toll. Was ich dann nicht so toll finde, dass ich dann die Kosten übernehmen muss, weil die anderen kein Geld zahlen wollen. Sorry, aber da verstehe ich keinen Spaß mehr. Diese beiden Veriene bekommen viele Spendengelder. Da werden sie doch mal eben 30,- Euro für einen Kater ihres Vereinsmitglieds locker machen können. Was bitte habe ich denn mit denen zu tun? Bei jeder kleinen Hilfsanfrage ( nicht um Geld, sondern um das Einsetzen eines verschwundenen oder gefundenen Tieres ) bei denen habe ich ein kurzes Nein bekommen. Und nun soll ich für die den Kater bezahlen? Manchmal denke ich, mehr Dreistigkeit kann man doch nicht mehr an den Tag legen.

So, dies wars bei uns. Bis denne.

#244 RE: Unsere kleine Chaotenstation - ab Januar 2014 von Alex 24.02.2014 08:44

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Recht hast du Elke. Warum sollst Du zahlen, wenn sie "woanders hingehört" ? Warum fragt sie nicht dort

Das ist ja schön für Zoey, dass sie schon eine Familie in Aussicht hat und der Zausel auch

Alles Gute weiterhin für Baggi

#245 RE: Unsere kleine Chaotenstation - ab Januar 2014 von Kathrin 24.02.2014 17:24

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sowas finde ich eine unverschämtheit der hätte ich gleich gesagt bitte wenden sie sich an dem verein der bekommt genug spenden!!!
boah mir geht schon wieder der hut hoch
boah das ging aber schnell das die beiden schon evtl eine familie gefunden haben

#246 RE: Unsere kleine Chaotenstation - ab Januar 2014 von Team-Benny 25.02.2014 06:34

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Guten Morgen zusammen,

heute habe ich mal eine super tolle Nachricht im Gepäck.

Gestern war ich ja mal wieder beim TA, meiner Zweitwohnung.
Dort lernte ich Dycken kennen. Dycken ist ein alter Kater von 15 bis 16 Jahren. Er wurde im Dezember von Erben zum Einschläfern abgegeben. Ist ja immer so, das Haus ja, die Tiere nein. Da der Kater aber noch so fit erschien und sich gleich beim ganzen Praxisteam eingeschleimt hat, wurde er von ihnen aufgenommen. Nun sprach mich gestern der Tierarzt darauf an, dass sie sich so sehr wünschen, dass der liebe Kerl auf seine alten Tage noch ein liebes Zuhause findet. Er muss ja immer im Schwesternzimmer wohnen und man hat ja auch nicht immer die Zeit, die er bekommen sollte. Also habe ich gestern einen Hilferuf für ihn gestartet und heute morgen die Nachricht bekommen, dass jemand ihn aufnehmen möchte. Auch noch direkt im Nachbarort von mir. Ich bin so glücklich, das glaubt Ihr nicht. Nachher rufe ich sofort beim TA an und diesmal nicht, um ein Näschen anzumelden, sondern, um eins ins neue Glück zu fahren.

#247 RE: Unsere kleine Chaotenstation - ab Januar 2014 von ullakatzen 25.02.2014 08:05

Zitat von Team-Benny

Guten Morgen zusammen,

heute habe ich mal eine super tolle Nachricht im Gepäck.

Gestern war ich ja mal wieder beim TA, meiner Zweitwohnung.
Dort lernte ich Dycken kennen. Dycken ist ein alter Kater von 15 bis 16 Jahren. Er wurde im Dezember von Erben zum Einschläfern abgegeben. Ist ja immer so, das Haus ja, die Tiere nein. Da der Kater aber noch so fit erschien und sich gleich beim ganzen Praxisteam eingeschleimt hat, wurde er von ihnen aufgenommen. Nun sprach mich gestern der Tierarzt darauf an, dass sie sich so sehr wünschen, dass der liebe Kerl auf seine alten Tage noch ein liebes Zuhause findet. Er muss ja immer im Schwesternzimmer wohnen und man hat ja auch nicht immer die Zeit, die er bekommen sollte. Also habe ich gestern einen Hilferuf für ihn gestartet und heute morgen die Nachricht bekommen, dass jemand ihn aufnehmen möchte. Auch noch direkt im Nachbarort von mir. Ich bin so glücklich, das glaubt Ihr nicht. Nachher rufe ich sofort beim TA an und diesmal nicht, um ein Näschen anzumelden, sondern, um eins ins neue Glück zu fahren.



Elke, das ist eine super Nachricht, ich wünsche ihm im neuen Zuhause alles Glück der Welt.

#248 RE: Unsere kleine Chaotenstation - ab Januar 2014 von Iris65 25.02.2014 08:41

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Elke das ist ja toll das du so schnell Erfolg hast, ich gönne ihm alles Glück der Welt und noch ein paar tolle jahre

#249 RE: Unsere kleine Chaotenstation - ab Januar 2014 von Team-Benny 25.02.2014 08:56

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Danke Euch , bin auch überglücklich.

Werde heute auf jeden Fall die Cam mit nehmen und ein paar schöne Bilder von Dycken machen.

Im Moment ist es ja ruhig bei mir und ich weiß nicht so recht, was ich schreiben soll. Durch meine Schübe, die im Moment wieder stark sind, muss ich etwas die Bremse ziehen. Aber ich schreibe leider nun mal sehr gerne. Darum habe ich mir überlegt, in der Ruhephase ein paar Geschichten zu schrieben. Ein paar geschichten von meinen Zöglingen, weil ich Euch gerne ein wenig an unserem Leben hier teilhaben lassen möchte. Hoffe, Euch damit eine kleine Freude machen zu dürfen und als kleines Danke, weil Ihr immer so lieb zu mir seid. Fange mal mit dem Zausel Olli an, der einiges zu erzählen hat. Hoffe, es macht Euch ein wenig Freude.
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Unser Leben in der kleinen Zuflucht

Mein Leben ist Olli2, aber alle nennen mich nur Zausel, weil ich immer aussehe, als wäre ein Sturm durch meine Haare gefegt. Ich kam im Februar aus Malta in die kleine Zuflucht, weil ich ein Erlebnis hatte und auf Grund dessen, hier besser versorgt werden kann. Aber dazu später mehr.
Ich habe einige Tage gebraucht, um mich hier zurecht zu finden, denn es ist schon eine ganz andere Welt, als auf Malta und hier muss ich auch nicht in einem Käfig sitzen, sondern bin in einem großen Raum mit anderen Katzen zusammen. Erst dachte ich, „oh Gott, da muss ich jetzt kämpfen, damit ich überlebe“, denn auf den Straßen ist das Leben nun mal so. Und das in jedem Land. Aber mit der Zeit merkte ich, dass die Katzen hier alle ganz lieb sind und viel Rücksicht nehmen. Auch unser Pflegefrauchen gibt sich mit jedem einzelnen Näschen viel Mühe. Natürlich muss sich auch jeder Neuankömmling an die neuen Abläufe und Regeln gewöhnen und für mich war das schon schwer, weil ich ja als Einzelprinz unterwegs war. Doch nun kenne ich sie alle und liebe das Leben. Meine neuen Freunde sind einfach toll und hier gibt es alles, was verwöhnte Katze möchte. Natürlich gibt es auch einen Nachteil, den ich immer noch auf verlorenen Posten bekämpfe. Wir müssen zum Tierarzt und das hasse ich absolut. Nicht, weil der Tierarzt böse ist. Nein, das ist ein ganz Lieber und auch die Tierarzthelferinnen dort sind ganz nette und auch süße Mädels. Ich hasse die Box, die Fahrt und die ekligen Spritzen, die ich jedes Mal bekomme. Aber unsere Pflegemami sagt immer, „was muss, das muss und da gibt es keine Diskussion“. Und so sitze ich auch alle 10 Tage in der Box, muss die Autofahrt und die Spritzen ertragen und bin dann immer der traurigste Kater der Welt.
In der kleinen Zuflucht gibt es Regeln und sie werden auch streng überwacht. Die erste und wichtigste Regel ist, dass man sich nicht streiten oder bekämpfen darf. Diese Regel kannte ich ja nicht und am Anfang musste ich mir oft die Schimpfe anhören, oder bekam auch schon mal eine Rüge. Jetzt kenne ich die Regeln und weiß auch gar nicht, warum ich am Anfang so war. Bin hier immer noch der kleine Prinz und habe mir schon mein Kuschelkissen und meine Nuckeldecke erobert.
In den ersten Tagen lernte ich nur Janis, Limpi und Baghira kennen. Sie wohnen mit mir zusammen in einem Zimmer und sind ganz liebe Freunde geworden. Na ja, der kleine Baghira, den hier alle liebevoll Baggi nennen, musste von mir erst einmal etwas zurecht gemacht werden, weil er immer denkt, alle haben ihn lieb und er so doch manchmal einen auf dem Wecker mit seiner Anhänglichkeit geht. Aber jetzt sind auch wir die besten Freunde. Janis ist der Chef im Zimmer und auch wenn man ihm das nicht ansieht, oder anmerkt, man bekommt es zu spüren, wenn man sich nicht benimmt. Da ist er eisern und lässt auch keine Diskussion zu. Limpi ist ein ruhiger Freund, der sich immer lieber im Hintergrund hält. Mit dem kann man sich nie streiten, weil er jedem Streit aus dem Weg geht.
Nach einiger Zeit durfte ich dann die anderen kennen lernen, aber das ist ein absolut wilder Haufen und unsere Pflegemami nennt sie immer die Chaoten und das Zimmer, indem sie wohnen, das Chaotenzimmer. Dort leben Deiko und Felix, zwei ganz dicke Freunde. Felix ist blind und Deiko hilft ihm immer. Wenn Felix in Not ist, kommt der Deiko sofort angerannt und ist zur Stelle. Dann gibt es noch Pino und Max dort. Pino ist ein absoluter Wildling, der sich von Menschen nicht anfassen lässt, aber auch nicht mehr ausziehen möchte. Er liebt seine Gruppe, aber vor allem liebt er Max. Wo Max ist, ist auch Pino und umgekehrt. Max ist ein etwas anderer Kater. Unsere Pflegemami nennt ihn immer ihren Bengalen. Er hat ein kaputtes Auge und ist, obwohl er schon mächtig ist, ein ganz lieber und ruhiger Kerl. Auch Jim Bob lebt in diesem Zimmer. Er ist ein Riese und rot-weiß. Er lebt dort, weil er wohl Probleme mit den Vorderpfoten hat und ist ein kleiner Mobber, der immer mal wieder Schimpfe bekommt, weil er die anderen ärgert. Ja, und dann gibt es noch zwei Mädels dort, sie werden die Tussen genannt und heißen Miss Marley und Baby Fly. Aus diesem Zimmer zieht keine Katze aus, das sind die Dauerpfleglinge, wegen ihrer Geschichten und weil sie immer Pflege brauchen. Auch Limpi zieht nicht aus, weil er ja sein kaputtes Beinchen hat und es irgendwann, wenn er wieder Vertrauen zu dem Menschen hat, amputiert wird. Unsere Pflegemami sagt immer, dass im Moment keiner von uns auszieht, weil sie uns nur gesund zur Adoption einsetzen möchte und das sind wir zurzeit alle nicht, außer die Tussen, Deiko und Janis.
In einem Zimmer dürfen wir nicht rein. Dort lebt zurzeit Hope und wir hören sie oft nach unserer Pflegemami rufen. Um in dieses Zimmer zu dürfen, muss man sich auch verkleiden. Warum, weiß ich nicht, aber ich finde das schon witzig.
Dann gibt es noch ein Zimmer, wo wir immer zwiespältig sind. Es ist unterteilt und auf der einen Seite bekommen wir immer die ekligen Sachen, wie Medikamente und so. Auf der anderen Seite sind die leckeren Sachen für uns und wenn ich wählen dürfte, würde ich immer die leckere Seite nehmen. Aber ich darf ja nicht wählen.
Zurzeit sitzt dort etwas, wo unsere Pflegemami sagt, es wäre eine Katze, aber für mich sieht sie eher aus wie ein alter Besen, der kaum noch Haare zum kehren hat. Sie heißt Zoey, wird dort gepäppelt und wieder schön gemacht. Denke, das mit dem schön wird aber noch eine ganze Weile dauern.
Dann gibt es noch Perla. Sie hat ein Einzelzimmer und die anderen erzählen, dass sie eine absolute Zicke ist und keinen neben sich duldet. Sie ist die Queen im Haus und keiner traut sich an sie ran. Sie beißt und kratzt auch die Menschen, darf aber trotzdem bleiben, weil alle sie wohl lieben. Sie ist sehr krank und wird auch nicht mehr gesund. Neugierig bin ich ja schon auf sie und eines Tages werde ich es bestimmt mal schaffen, sie besuchen zu gehen.
Nun denke ich mal, habe ich alle Bewohner der kleinen Zuflucht aufgezählt. Klar, kann sich das immer wieder ändern, denn hier geht es oft zu wie auf einen Bahnhof. Dann kommen die Miezen und schwupps sind sie wieder weg. Oder es ziehen welche Miezen aus und dafür kommen dann wieder neue Miezen, so wie ich. Es sollen hier auch immer im Sommer Babys wohnen, aber bis jetzt habe ich noch keine Babys hier gesehen. Ist aber auch noch kalt draußen, also kein Sommer.
Unsere Pflegemami sagt immer, wir müssen uns hier an einen festen Ablauf halten, da wir sonst wie die Flodders werden. Kenne zwar die Flodders nicht, aber ist ja eh egal, weil wir nie so werden dürfen.
Morgens um 5 Uhr weckt sie uns. Dann nimmt sie mich auf den Arm und trägt mich in den Bereich, wo ich nicht so gerne bin. Da werde ich sauber gemacht, mein Fell wird gebürstet, sie schaut meine Zähne und meine Ohren nach und schaut, wie es mit meinem Schwanz klappt und wie weit ich ihn bewegen kann. Das mag ich nicht und wenn ich schlechte Laune habe, zeige ich ihr das auch. Aber ehrlich, bringen tut es mir nichts, denn sie lässt sich von mir nicht beeindrucken. Wenn ich fertig bin, bekommen wir Futter und während wir es uns schmecken lassen, macht sie unsere Klos sauber, kehrt und putzt. Zum Schluss tauscht sie noch die Decken und Kissen aus, die dreckig sind, drückt uns alle mal doll und dann ist sie weg. Danach hören wir sie in den anderen Zimmer arbeiten und das zuhören ist so anstrengend, dass wir immer dabei einschlafen. Um 6 Uhr ist dann Ruhe. Dann wissen wir, jetzt trinkt sie ihren Kaffee und da darf sie nichts stören. Gegen Mittag ist dann für alle schmusen, spielen und toben angesagt. Da sagt sie auch nichts, wenn alles durcheinander gewirbelt wird. Dann lacht sie mit uns und versucht uns alle auf sich unterzubringen, damit keiner neidisch wird. Wenn wir dann müde sind, bekommen wir alle noch ein Lecker und dann schlafen wir erst einmal den Schlaf des Gerechten. Dann hat sie bis 15 Uhr Ruhe, denn wir möchten nicht gestört werden. In dieser Zeit macht sie dann ihre Sachen und kuschelt noch mit Hope. Um 18 Uhr stehe ich dann wieder an der Tür parat. Mittlerweile nehme ich auch mein Kuschelkissen mit dahin, damit ich es etwas bequemer beim warten habe. Denn dann gibt es unsere Abendmahlzeit und die macht sie immer ganz lecker. Da lässt sie sich immer kleine Sachen einfallen, die wir dann in den Näpfen finden. Tja, und während wir gemütlich an den Näpfen sitzen, wirbelt sie wieder durch die Zimmer, räumt auf, kehrt und putzt, wenn wir uns nicht so benehmen konnten. Danach setzt sie sich noch etwas zu uns und erzählt uns was, oder liest uns aus ihrem Buch vor. Um 20 Uhr ist dann Ruhe. Da gibt es auch nichts zu rütteln, da ist sie eisern. Um 20 Uhr geht das Licht aus und da kennt sie nichts. Wenn sie dann um 23 Uhr ihre letzte Runde durch die Zimmer dreht, bekommen das einige von uns schon gar nicht mehr mit. Na ja, vielleicht mit einem Auge mal geschaut, aber mehr schaffen wir nicht.
Manchmal, so wie bei Hope am Anfang, oder wie jetzt bei der kleinen Zoey, macht sie auch durch. Dann hören wir sie, oder sie huscht durch unser Zimmer. Das macht sie, weil diese Katzen dann noch sehr schwach sind und rund um die Uhr Hilfe brauchen. Und oft schläft sie auch bei diesen Katzen. Dann schleppt sie Kissen und Decke mit sich rum und einen Comic, weil sie diese so gerne liest. Dadurch sieht sie oft morgens aus, als hätte man sie dem größten Sturm ausgesetzt und manchmal müssen wir zweimal schauen, ob sie es auch wirklich ist, oder sich ein Fremder durchmogeln möchte.
Wenn unser Pflegepapi frei hat, hilft er ihr immer. Dann ist das schön, weil wir dann zwei Menschen zum ärgern haben und der Pflegepapi ist auch nicht so streng. Der muss aber auch nie aufräumen und haut dann immer lachend ab, wenn die Pflegemami mit uns und ihm schimpft. Aber sie ist auch froh, wenn er da ist, weil sie dann nicht soviel Arbeit hat. Sie muss ja auch immer viel fahren, telefonieren und schreiben. Unser Pflegepapi sagt immer, ohne sie würde hier gar nichts laufen. Sie ist die Seele der kleinen Zuflucht.
Wenn wir nicht schlafen können, erzählt der Janis uns immer Geschichten von der kleinen Zuflucht. Er ist ja einer der ersten Kater hier und kennt sie alle, die kleinen und großen Katzen, die hier eine Zeit gewohnt haben, oder immer noch hier leben. Dann erzählt er uns, wie die kleine Zuflucht entstanden ist, von den kleinen Babys und das einige von ihnen es nicht geschafft haben und nun im Regenbogenland sind. Von den vielen Tränen, die unsere Pflegemami geweint hat und von den schönen Zeiten, die sie hier erlebt hat. Er erzählt uns, dass sie immer darauf achtet, nicht mit einem Tierheim oder einer Einrichtung für Tiere verglichen zu werden, weil sie möchte, dass wir uns alle hier als Familienmitglieder fühlen. Und er beschreibt uns alles so klar, dass wir immer wie gebannt zuhören. Denn die kleine Zuflucht hat in den Jahren viele Geschichten zu erzählen. Zählen kann man wohl die vielen Notnasen nicht mehr, die hier schon für eine Weile gewohnt haben. Aber das ist auch egal, weil sie alle nun in einem lieben Zuhause leben und die glücklichsten Katzen der Welt sind. Ich weiß nicht, ob ich für immer hier bleibe, oder ob ich eines Tages auch ausziehen werde. Das entscheidet die Zeit und wie ich mit meiner Behinderung klar komme, oder sie wieder weg geht. Doch eins weiß ich sicher. Auch, wenn ich bleiben werde, habe ich all die Liebe und auch Freunde, die man sich als Kater wünscht. Daher lasse ich gemütlich die Zeit entscheiden, denn jetzt ist das hier meine Familie und ich liebe sie schon richtig dolle.
Nun werde ich meine Eindrücke zu Ende bringen, denn bald kommt wieder unsere Pflegemami und ich muss vorher noch aufs Klo, damit es sich für sie lohnt, mich sauber zu machen. Zum Schluss möchte ich aber noch einen Wunsch äußern. Wenn es Menschen gibt, die unsere kleine Zuflucht mögen, uns besuchen möchten und die Motivation unserer Pflegemami verstehen, dann wäre es toll, wenn sie uns als kleines Geschenk etwas Katzenstreu mitbringen. Wir verbrauchen ja immer sehr viel und unsere Pflegemami hat immer so hohe Kosten. Sei es mit dem Tierarzt, oder den Medikamenten usw. Wenn wir nun etwas Katzenstreu geschenkt bekommen, hat sie diese Kosten schon nicht mehr und gerade beim Katzenstreu muss sie immer viel bezahlen, weil sie für uns das Streu von DM, „Dein Bestes – Naturweiß“ kauft. Das sind in der Woche immer gut 30,- Euro, die sie für unsere Popos ausgibt. Sie sagt ja nichts, weil sie alles alleine stemmen möchte, aber glaubt mir, sie würde sich absolut freuen, wenn sie Katzenstreu geschenkt bekommt. Wir natürlich auch.
Nun hoffe ich, dass Euch meine Erzählung von der kleinen Zuflucht gefallen hat und Ihr nicht böse seid, dass ich am Ende noch einen Wunsch dran gehangen habe.

In Liebe, Euer Olli Zausel



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PS. Der Schluss ist jetzt kein Bettelbrief an Euch.

#250 RE: Unsere kleine Chaotenstation - ab Januar 2014 von Team-Benny 25.02.2014 13:38

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Habe das bei Fb gefunden und möchte das auch mal hier bei mir einsetzen, weil mich seitdem die Frage beschäftigt.

Bitte auch an die Strassenkatzen in Rumänien denken!!!


Hatte da ehrlich gesagt, auch nie dran gedacht. Aber was passiert mit den Katzen dort?

#251 RE: Unsere kleine Chaotenstation - ab Januar 2014 von ute ipach 25.02.2014 13:56

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... dasselbe wie mit Hunden ...

#252 RE: Unsere kleine Chaotenstation - ab Januar 2014 von olli 25.02.2014 14:08

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...nur leider erwähnt es keiner...

#253 RE: Unsere kleine Chaotenstation - ab Januar 2014 von Team-Benny 25.02.2014 16:45

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Schrecklich, leider sind eben nur Katzen.

#254 RE: Unsere kleine Chaotenstation - ab Januar 2014 von Team-Benny 25.02.2014 19:09

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Dycken ist heute in sein neues Glück auf einen lieben Rentnerplatz gezogen. Ich freue mich wahnsinnig für den lieben Kerl.





Heute haben wir schon einen Teil der Blutergebnisse von Hope bekommen und sie lassen mich ein wenig hoffen. Leider kommen die Werte, die wichtig sind, erst morgen. Aber wie heißt es so schön? "Was lange währt, wird gut". Ich glaube jetzt ganz feste daran, dass auch die entscheidenden Werte gut sind.

Dann war klein Zoey heute beim TA. Nun kommen die ganzen Baustellen raus. Zoey hat Darmprobleme und nun müssen wir diskutieren, damit sie ein Futter frisst, was ihren Darm nicht zum vorstülpen bringt. Doch sie ist ein kleines Sturrköpfchen. Aber sie kennt mich noch nicht.

Nachdem der Zausel mir gestern alles beschis.... hat und natürlich auch sich selber, ich mir Sorgen ohne Ende gemacht habe, kann ich heute wieder Entwarnung geben. Das war seine Wut und sein Sturrkopf. Wahrscheinlich war das seine Antwort auf den TA gestern. Für sein Fell und seine Haut habe ich heute noch was mitbekommen, denn den Gestank und das Gelbe geht nicht beim waschen weg. Nun tritt Plan B in Kraft.

Nun hoffe ich einfach, ich kann sagen, "das war`s für heute". Bin ganz schön ko und die Erkältung macht mir auch zu schaffen. Und jetzt gehe ich in Ruhe spülen, bevor ich die ganzen Medis verteilen muss. Bis dann.

#255 RE: Unsere kleine Chaotenstation - ab Januar 2014 von Kathrin 25.02.2014 19:49

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oh je elke das hast du wirklich eine kleine zicke bekommen
ach ich freu mich das dycken ein schönes zuhause bekommen hat
oh je geht das wieder los mit deinen schmerzen es ist zum kotzen das man dagegen noch nichts gefunden hat um das ganze endgültig schmerzfrei zu bekommen ich hoffe das es nicht allzu schlimm wird

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